Daniela Schudel

Daniela SchudelIch bin am 22.3.1974 in St. Gallen geboren, habe nach den obligatorischen Schuljahren zuerst die Handelsschule gemacht und danach noch eine Höhere Kaufmännische Schule absolviert und arbeite nun als Buchhalterin bei Karstadt Quelle International Services AG in St. Gallen. Zu meinen Hobbies zähle ich Basteln, Puzzlen, Lesen, Schwimmen Rollerbladen und tanzen....

....dass heisst, bevor ich angefangen habe Linedance zu tanzen, hatte ich mit tanzen eigentlich nicht viel am Hut.

Vom Herbst 1994 bis Herbst 1995 war ich als Aupair in Richmond, Virginia, genauer gesagt in Glen Allen, das ist ein Vorort von Richmond.

Eines Tages sagte meine Hostmom zu mir, sie gehe mit der Nachbarin zum Linedancen, ob ich mitkommen wolle. Es sei am Mittag und würde ungefähr 2 Stunden dauern. Ich hatte keine Ahnung was Linedancen ist, aber ich ging einfach mal mit. Wir fuhren zu einem nahgelegenen Tanzlokal das "Dakota's" hiess. Es war im Stil ähnlich wie das Bonanza nur etwas grösser. Bevor der Tanzkurs losging, gab es ein kaltes Buffet wo man einen kleinen Imbiss zu sich nehmen konnte. Dann ging es los. Der erste Tanz hiess Ballroom Romeo nach dem gleichnamigen Lied von Dolly Parton. Ich bemerkte, dass es mir keine grosse Mühe machte, den Schritten zu folgen und ich hatte riesigen Spass an dem Tanz. Danach gab es noch einen zweiten Tanz und schon war die Tanzstunde auch wieder vorbei. Betty die Tanzlehrerin sagte jedoch, dass am Abend diese Tänze nochmals gezeigt werden.

Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Am Abend war das Lokal pumpegnaggled voll. Es war genial, den vielen Tänzern zuzuschauen. Teilweise habe ich auch einfach versucht, mitzumachen und es klappte ganz gut.

Von da an ging ich jede Woche ein bis zwei Mal ins Dakota's und es entwickelte sich eine richtige Leidenschaft zum Amerikanischen Volkstanz.

Als mein Aupairjahr zu Ende ging, war ich sehr betrübt, da ich meinte, ich könnte wahrscheinlich nie mehr linedancen, weil es sowas in der Schweiz bestimmt nicht gibt. Zwei Jahre habe ich dann nichts gemacht, bis ich durch eine Arbeitskollegin von einem Lokal in Berg TG hörte, das Bonanza hiess. Irgendwann gingen meine Schwester, Markus, mein damaliger Freund und ich an einem Samstag Abend in dieses Bonanza. Und siehe da, es war ähnlich wie im Dakota's. Ich war total glücklich, endlich wieder mal tanzen zu können. Und die Tänze konnte ich zum Teil schon von den USA her. Auch meine Schwester begeisterte sich sehr für diese Art von Tanz. Wir beschlossen, dass wir beim nächsten Tanzkurs am Montag (damals war der Tanzabend im Bonanza noch am Montag) dabei sein werden.

Montags darauf wurden wir dann von Marcel auf den Rising Moon Tanzclub angesprochen. Wir sagten ihm, wir wollten zuerst noch einige Tänze im Bonanza lernen, bevor wir in den Club kommen werden.

Doch eines Montagabends stellte Marcel den Beethoven's Boogie vor und sagte, dass dieser Tanz am Dienstagabend im Club gezeigt wird. Ich wollte diesen Tanz unbedingt lernen. Also ging ich hin und meine Schwester kam dann eine Woche später auch mit, nachdem ich ihr erzählt habe wie toll es war!

Seit dem bin ich dabei, habe an der Europameisterschaft und Schweizermeisterschaft 1999, sowie an der Weltmeisterschaft 2002 im Team mitgemacht und war bei unzähligen Auftritten dabei. Ich habe immer noch viel Spass an diesem Hobby und ich hoffe, dass es noch viele Jahre so bleibt.

Daniela Schudel

20. Mai 2003


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