Anni Meier

Oberneunforn 20. März 2003

Hallo liebe Leserinnen und Leser !

Mein Name ist Anni Meier, mein erlernter Beruf ist Psychiatrieschwester und ich arbeite an Wochenenden, sowie als Ferienablösung für die Spitex.  Mein Mann Roland betreibt in Oberneunforn ein Elektro - Fachgeschäft, wo ich tatkräftig mithelfe. Unser Wohnort liegt am Westende des Thurgaus, ca. 30km vom Club- und Tanzlokal „La Luna“ entfernt. Heute will ich Euch erzählen, wie ich zum Country-Western Tanzen gekommen bin.

Obschon ich immer pummelig war, bewegte ich mich als Kind schon gerne. In der Oberstufe war Turnen mit Leichtatletik mein Lieblingsfach.

1974 war ich dabei, als in meiner Wohngemeinde der erste Turnverein für Frauen gegründet wurde. Damals tanzten wir an der Abendunterhaltung einen Reigen zur Musik „Der kleine Gardenoffizier“.

Da mir die Bewegung zu Musik gut gefiel, besuchte ich mit meinem Mann zusammen öfters Tanzkurse für Standardtänze. Leider fehlte uns die Zeit, an Feste zu gehen um zu üben, so vergassen wir vieles wieder.

Anfang 1996 wurde bei uns im Dorf ein Rock&Roll Kurs organisiert, bei dem wir die alten Kenntnisse auffrischten und erweiterten. Damit wir das Gelernte nicht gleich wieder vergessen sollten, organisierten unsere Kursleiter ein mal im Monat einen Tanzabend. Sie hatten gehört, dass im „La Luna“ in Weinfelden jeweils am Dienstagabend die richtige Musik für Rock&Roll gespielt wurde.

So trafen wir im April 1996 im „La Luna“ ein. Um unsere Tänze zu üben, war kein Platz, die ganze Tanzfläche war besetzt mit Line-Dancers. Für mich war diese Tanzart bis zu diesem Tag völlig unbekannt. Wir bestaunten die  grosse Vielfalt, welche diese Tanzgruppe aufs Parkett legte.

So sassen wir Oberneunforner da, als passive Zuschauer, bis sich Marcel Rohrer unser annahm. Auf seinen Vorschlag, uns den „Bar-dance-mixer“ zu lernen, gingen wir gerne ein. So lernten wir unseren ersten Tanz.

Daniel Hostettler, ein Mitglied der Tanzgruppe, erzählte uns, im Mai 1996 eröffne er ein „Country-Lokal“ in Berg, welches für Rock&Roll üben bestens geeignet sei.

Unser nächstes Treffen fand deshalb in Berg im Bonanza statt. Dort trafen wir den „Rising-Moon-Club“ wiederholt. Bei den ersten Schnuppertanzkursen lernten wir der „Foot-Boogie“und den „Elektric-slide“. Gerne hätte ich auch den „Hurrican“ gelernt, doch waren damals solche schwierigeren Tänze für den Clubabend reserviert. Der weite Weg hinderte uns daran, regelmässig nach Berg zu fahren.

Als dann 1999 ein Anfängerkurs in Line-dance in Frauenfeld statt fand, waren mein Mann Roland und ich, zusammen mit anderen Oberneunforner begeisterte Teilnehmer. Als auch der Fortsetzungskurs zu Ende war, vermissten vor allem wir Frauen die schwungvollen Tanzabende.

Nach einigen unverbindlichen Besuchen an den Clubabenden, entschloss ich mich, auf Januar 2001 dem Rising-Moon beizutreten. Da wir zu dritt sind, können wir uns abwechseln mit Fahren, so ist der 30km lange Weg kein Hindernis mehr.

Für mich als 45jährige Haus- und Geschäftsfrau mit drei halberwachsenen Kindern ist Tanzen ein erholsamer Ausgleich zum Alltag.


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